Fliegen und Leben

So an sich ist Fliegen schon eine tolle Sache. Man kommt sehr schnell von A nach B, lässt man die Anfahrt und die Wartezeit bis man im Flieger sitzt, außen vor. Hat man erst mal das und den Start überstanden, ist es bis zur Landung eigentlich ganz nett. Und als ich die Tage so hoch oben im Flieger saß, dachte ich, wenn das Leben ein wenig mehr wie Fliegen wäre – das hätte was.

Steht das Ziel fest, ist die Gewissheit groß, wie geplant selbiges zu erreichen. Man muss nichts dafür tun, außer in den Flieger zu steigen. Dieser grandiose Blick von oben, wie oft in seinem Leben schafft man es schon, soviel Abstand von allem zu nehmen, über den Dingen zu stehen, diese ganz genau betrachten zu können. Und wenn man feststellt, dass einem das Ziel nicht gefällt, dann fliegt man einfach zurück oder auch ganz woanders hin. Das klingt doch alles sehr attraktiv.

Gut, Turbulenzen gibt es sowohl im Leben, wie auch beim Fliegen. Obwohl die Statistik die Absturzhäufigkeit sehr lobt, hat ein Fehler meist weitreichende Folgen. Und gut machen kann man ihn meistens auch nicht mehr. Dennoch, Piloten können auf sehr intelligente Systeme zurückgreifen, die es ihnen erlauben, Risiken vorherzusehen und ihnen entgegenzuwirken. Auch das hat was. 

Kann Leben vielleicht doch viel mehr wie Fliegen sein? Vielleicht ist das Geheimnis, seine Ziele zu kennen, dann einfach nur ins Leben einzusteigen, sich zurückzulehnen und die Geduld aufzubringen, zu warten, bis man sein Ziel erreicht hat.

Aber was weiß ich schon. Bisher flog ich erst vier Mal.

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4 Antworten zu Fliegen und Leben

  1. Katharina schreibt:

    Ich liebe das Fliegen und der Flugschein ist ein Lebenstraum, den ich mir noch erfüllen werde.
    Aber ich finde, es kann das Reisen nicht ersetzen, die Erfahrungen gemütlich über Land zu fahren, anzuhalten wo es etwas Interessantes zu sehen gibt, die Alltagserfahrungen der Menschen teilen, diese Erfahrungen kann man beim Fliegen nicht machen. Man ist alleine da oben!

    • vomwerdenzumsein schreibt:

      Liebe Katharina,
      ja, über das Reisen dachte ich in dem Zusammenhang auch nach. Da hat man das Tempo selbst im Griff, kann den Weg selbst aussuchen, auch mal anhalten/pausieren. Aber man muss sich eben selbst fortbewegen. Das kann zuweilen anstrengend sein. 😉
      Lieben Gruß, Tina

  2. Sabine Eisenmann schreibt:

    Liebe Tina,
    ich glaube unser Problem dabei ist meist, dass wir das Ziel nicht kennen. Wir wissen nicht in welchen Flieger wir einsteigen sollen und laufen von A nach B und wieder zurück. Wir sind unsicher und versuchen uns da und dort. Dabei ist es immer hilfreich, so wie Du das schreibst, die Dinge mit Abstand zu betrachten und den Blickwinkel zu wechseln, wie aus dem Flieger. Dann kann ich vielleicht mein nächstes Etappenziel erkennen und den Flug dorthin buchen. Vielleicht ist es ja das: Kurzstreckenflüge – natürlich mit einer Topbonus-Meilen Vielfliegerkarte.
    einen lieben Gruss Sabine
    P.S: wollte auch mal schnulzig sein….

    • vomwerdenzumsein schreibt:

      Liebe Sabine,
      ich mag deine schnulzige Seite :-). Und ja, ich glaube auch, dass eine klare Zielsetzung hilfreich ist. Vielleicht sind wir dann irgendwann mal selbst die Piloten.
      Ganz liebe Grüße
      Tina

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