Mutmachparade: An die Sonne glauben können

Hannes vom Blog Jazzlounge hat zur Mutmachparade aufgerufen, dabei soll es – wie der Name schon vermuten lässt – um das Mutmachen gehen, darum, wie wir uns selbst Mut zusprechen und andere ermutigen. Hannes hat noch mehr Fragen dazu aufgeworfen, doch ich möchte nur wenig dazu schreiben, weil Mama notes und Mama arbeitet bereits viel von dem geschrieben haben, was auch meinem Denken entspricht. Deshalb hier nur mein erster Gedanke, als ich von dem Thema las:

Als ich etwa 16 Jahre alt war, konnte ich wunderbar in meiner kleinen Gefühlswelt ertrinken. Verstärkt durch Musik und all den Erlebnissen, die ich schon inne hatte, zwischen verliebt und enttäuscht, tauchte ich oft ganz tief hinab, dahin, wo es lange nicht hell wurde und wo auch keiner mehr zu mir durchdrang. Ich war wütend, verunsichert und der Meinung, die Welt schulde mir etwas. Ich bezeichnete mich selbst als Atheistin und war der Meinung, dass ein Gott, der so viel Elend auf der Welt zulässt, keiner sein kann.

Mein Freundeskreis war klein, jung und weit davon entfernt, weise zu sein. Internet gab es für mich noch nicht und der Zugang zu klugen Büchern in Form von Selbsthilfe war mangels Angebot und Zugang begrenzt. Damals hatte ich selbst keinen Zugang zu mir, ich war einfach unglücklich und im Rückblick denke ich, dauernd, was der Sache vermutlich nicht gerecht wird.

Bis heute finde ich es faszinierend, wie einem Bücher begegnen, nicht ich finde Bücher, Bücher finden mich. Durch Zufall fiel mir ein Buch mit kleinen Geschichten und Gedichten in die Hand und beim Durchblättern blieb ich an einem kleinen Spruch hängen. Dieser hat – so platt es klingt – sehr viel für mich verändert und trägt mich noch heute.

sonne

Mir ist bewußt, dass das jetzt nicht jeden so flasht, wie damals mich. Das hat ja ganz viel damit zu tun, wo man selbst gerade steht. Was mich so begeistert hat, war die Kernaussage: „Es geht immer weiter! Immer!

Dies hat meine Gedankenwelt und meinen Fokus verändert und ermutigt mich noch heute. Und so versuche ich das auch in Gesprächen mit anderen zu vermitteln, weil ich nicht nur daran glaube, dass es so ist, sondern mittlerweile auch weiß.

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3 Antworten zu Mutmachparade: An die Sonne glauben können

  1. liisa schreibt:

    Der Spruch von Phil Bosmans ist mir auch im Gedächtnis hängen geblieben und hat mir hier und da, wenn mir eine Nacht unendlich erschien, geholfen das Quentchen mehr Zuversicht und Geduld und Mut aufzubringen, das nötig war, bis dann die Sonne wieder aufging in meinem Leben. Ich kann also Dein damaliges “geflashed” sein durchaus nachvollziehen und verstehen.

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