30 Tage schreiben – Tag 13/14

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Die Tage 13 und 14 meines Projekts „30 Tage schreiben“ haben es in sich:

Was hat dich am meisten zu der Person gemacht, die du bist und was hat dich am meisten daran gehindert, diejenige zu werden, die du gern geworden wärst?

Seit ein paar Tagen denke ich darüber nach. Obwohl die Fragestellung lautet, was hat dich zu der Person gemacht, verstand ich, wer hat dich zu der Person gemacht und mein erster Impuls war: Niemand. All das, was ich bin und was ich nicht bin, war ich selbst. Ich meine das nicht undankbar. Natürlich haben viele Personen in meinem Umfeld zu dem beigetragen, was ich heute bin. Und auch umgekehrt, es gab Personen, die Einfluss darauf hatten, was ich heute nicht bin. Schlussendlich traf ich aber selbst Entscheidungen. Und während die Gedanken noch in mir arbeiteten, begegnete mir dieser Tweet:

tweet

Das entspricht meinem Denken, aber ich glaube, dass diese Sichtweise zu hart mit einem selbst ins Gericht geht.

Mein Ansatz ist eher folgender:

Leben ist die Konsequenz aus eigenen Erfahrungen und darauf basierenden Entscheidungen.

Es gibt die eine oder andere Entscheidung, die ich heute anders treffen würde, aber für mich war es wichtig zu erkennen, dass es damals unter den gegebenen Bedingungen nicht anders ging. Nicht von außen, sondern von innen, also von mir selbst aus. Weil ich damals nicht die Kraft hatte, mich durchzusetzen oder mich nicht getraut habe, Nein zu sagen. Ich versuche, wertfrei zurückzublicken und nicht zu hadern und für mein „Heute“ heraus zu finden, warum es Hemmungen gibt. Das muss nicht zwangsläufig zu einem „Über den Schatten-springen“ führen, eher zu einer bewussten Entscheidung: Ich trau mich oder ich trau mich nicht, nicht heute, aber vielleicht morgen.

Was bin ich und was wäre ich gerne? Momentan kann ich das gar nicht beantworten. Dabei ist das so spannend, weil es mir nämlich verrät, warum ich manche Entscheidungen traf oder nicht traf und mir so die Möglichkeit bietet, Neuland zu betreten. Fortsetzung folgt…

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3 Antworten zu 30 Tage schreiben – Tag 13/14

  1. Xeniana schreibt:

    Als junger Mann vor einem Denkmal: “So wie du möchte ich sein!”-ich erschrecke,als das Denkmal von seinem Sockel steigt und sagt:” Tauschen wir!” So war das nicht gemeint.Man will werden,nicht gewesen sein.Ich habe mich ungenau ausgedrückt.Sorry!. Ich vertröste das Denkmal mit Verehrung.”(Max Frisch)(fiel mir gerade ein)

  2. Xeniana schreibt:

    Spannende Gedanken….

  3. elfriedegenee2014 schreibt:

    Es dauert eben, bis der Ich-Mensch zu einem Menschen auch für andere wird.

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