Wochenend-Mutter

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Vor ein paar Tagen musste ich mir anhören, dass ich meine karmischen Aufgaben verletze. Dass ich einen Fehler gemacht hätte und sehen sollte, dass ich diesen wieder bereinige. Dass ich mich meiner Pflichten beugen müsse und das Gesetz nicht brechen dürfe.

Zugegebenermaßen mag das eine ungewöhnliche Meinung sein, aber es ist nicht die einzige. Wozu? Dazu, dass sich ein Paar trennt und die Kinder beim Vater leben. Konkreter müsste man es wohl so formulieren: Dass ein Paar sich trennt und die Kinder nicht bei der Mutter bleiben.

In vielen Ehen oder Lebensgemeinschaften ist es gar keine Frage, wo die Kinder bleiben, bei uns war es eine. Die Kinder leben weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung beim Vater. Sie wohnen bei einem Elternteil, der sie ebenso liebt, wie ich es tue. Es war eine Entscheidung, die möglich war, weil wir diese Option überhaupt in Betracht zogen. Wir machen etwas, das in vielen Familien täglich gelebt wird und vollkommen normal ist, nur umgekehrt.

Vor einigen Monaten waren wir auf einer Hochzeit eingeladen. Meine Große (5) fragte mich, was Heiraten ist und warum man das macht. Ich erklärte ihr, dass wenn man sich ganz narrisch lieb hat und für immer zusammenbleiben will, heiraten kann. Sie stellte mir darauf hin drei spannende Fragen:

Können auch Männer heiraten? Können auch Frauen heiraten? Wollen Papa und du auch für immer zusammenbleiben?

Mich rühren diese Fragen, sind sie Ausdruck eines völlig freien Geistes. Ohne Vorurteile und ohne Druck. Ohne Scham. Ohne Grenzen. Ich bin sehr stolz auf diesen kleinen Geist, der solche klugen Fragen stellen kann. Dass es überhaupt Fragen sind. Und es macht mich traurig, dass diese Freiheit mit der Zeit eng wird, sogar scheinbar unmöglich.

Vor kurzem las ich in der Nido einen Artikel über eine Wochenendmutter. Die Nido leitete statistisch ein: „Kinder von getrennten Eltern leben in neun von zehn Fällen bei der Mutter – auch weil ein anderes Modell auf zu viel Widerstand stößt?“ In dem Artikel geht es um eine Mutter, die ihr Kind „nur“ am Wochenende sieht, weil es beim Vater aufwächst. So hat das Paar entschieden, als es sich trennte. Die Mutter berichtet darüber, wie die Gesellschaft auf sie reagiert und ich kann diese Reaktionen nachvollziehen, weil sie auch mir begegnen.

Wir streben nach Gleichberechtigung auf so vielen Ebenen und wollen Vereinbarkeit mit der Aufgabenteilung zwischen beiden Elternteilen erreichen. Der Vater soll an der Familienarbeit teilhaben, es wird kritisiert, dass viele Väter nur die Minimum-Zwei-Monate Elternzeit nehmen und betont, dass Mütter weiterhin die Hauptleistenden in der Familienarbeit sind, auf Karriere (was auch immer das für den einzelnen bedeuten mag) und Rente verzichten und … .

Dass Kinder von getrennten Eltern nur in einem von zehn Fällen bei den Vätern aufwachsen, kann man als Kritik an die Väter deuten, aber mittlerweile habe ich den Verdacht, dass unsere Gesellschaft zudem schlicht und ergreifend nicht soweit ist. Zudem, nicht hauptsächlich. Die Gründe sind sicherlich vielschichtig.

Ich finde es überflüssig, erwähnen zu müssen, dass ich meine Kinder liebe, aber ich werde das dennoch dem folgenden Absatz voran stellen. Ich liebe sie. Sehr. Es sind beides Wunschkinder, von Herzen und mit vollster Ungeduld und Planung erwartet und sehr ge- und erwünscht.

Mir ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen, auch wenn mir das unterstellt wird, weil es dann wohl leichter fällt, zu begreifen, dass eine Mutter „so etwas“ tun kann. An dem Abend, als ich endgültig in meinem Auto saß, ohne die Kinder und zu meiner neuen Wohnung fuhr, hat es mich schier zerissen. Ich fuhr dahin und schrie und schrie und schrie, dass mir selbst die Ohren klingelten. Das letzte Mal, dass ich mich so hörte, war bei der Geburt meiner Kinder. Ich erlaubte mir nicht, rechts ran zu fahren und völlig auszurasten, weil ich Angst hatte, mich davon so schnell nicht wieder zu erholen. So fuhr ich weiter und irgendwie kam ich zuhause an.

Ich denke, Väter erleben denselben Schmerz. Erst vor kurzem unterhielt ich mich mit einem, der mir das bestätigte. Warum gehen Menschen davon aus, dass Kindern und Vätern eine räumliche Trennung zuzumuten ist, Müttern und Kindern aber nicht? Es ist und bleibt schwer, egal wie.

Die folgenden Fragen sind mir tatsächlich begegnet. Ich schreibe sie hier auf, weil ich transparent machen möchte, was Müttern begegnet, wenn sie sich entscheiden, wie ich es getan habe. Weil mich der Nido-Artikel sehr berührt hat und all die Kommentare darunter. Ich habe tatsächlich die naive Hoffnung, dass dieser Text ankommt und vielleicht ein bisschen wach macht. Dass er die Einstellungen etwas weicher macht, vielleicht sogar dazu führt, offener auf Dinge zu schauen, die wir auf Anhieb nicht verstehen oder in der Art selbst nicht leben würden. Ich möchte mit diesem Artikel auch anderen Müttern, die in der gleichen Situation sind, Mut machen. Denn zu diesem Thema gibt es noch nicht viele Anlaufstellen.

Und wenn du dir in ein paar Jahren vorwirfst, was du getan hast?

Ich weiß nicht, was ich tue. Ich begehe keine Tat. Ja, ich habe weniger Alltag mit meinen Kindern, aber das hätte der Vater zwangsläufig auch, wenn die Entscheidung eine andere wäre.

Warum tust du dir das an, wo doch damit zu rechnen ist, dass dich die Gesellschaft dafür angreifen wird?

Mir macht die Reaktion meiner Umgebung etwas aus. Es verletzt mich und ich muss anfangen, mir ein dickeres Fell anzuschaffen.

Trotzdem: Ich bin nicht bereit, meine Entscheidungen aufgrund eines gesellschaftlich begründeten Drucks zu fällen oder zu revidieren. Es gibt einen liebenden Vater. Und eine liebende Mutter. Und bei einem von beiden müssen die Kinder zwangsläufig zukünftig wohnen. Aus.

Was, wenn den Kindern in der Schule die Frage begegnet „Wieso lebst du nicht bei deiner Mutter? Ist die abgehauen?“

Ich denke, dass die Antwort meiner Kinder so gut sein wird, wie die Art und Weise, wie wir diese Lösung leben. Nämlich normal. Was sagen Kinder, deren Vater außerhalb des Haushaltes leben?

Das ist aber sehr sehr schade. Kannst du denn da gar nichts mehr machen?

Ja, ist es. Es ist sehr schade und es tut mir sehr leid, dass ich es nicht geschafft habe, diese Familie zusammen zu halten. Aber es war mir nicht möglich. Und nein, ich denke, da kann man nix mehr machen. Und ich möchte auch hier spiegeln: Wie oft begegnet Vätern diese Frage, die nicht mehr bei ihrer Familie leben?

————————————————–

Ich bin kein schlechter Mensch. Ich bin auch keine Rabenmutter. Ich bin vielleicht ein ungewöhnlich denkender Mensch. Aber ich halte mich grundsätzlich für gut. Ich liebe meine Kinder und glaube fest daran, dass ich eine so gute Bindung zu ihnen habe, dass wir diese Lösung leben können, ohne dass ich sie verliere. Ich glaube daran, dass der Vater ebenso vollwertiges Elternteil ist, wie die Mutter und die Kinder so oder so einen Verlust erleiden, ob nun die Mutter auszieht oder der Vater. Ich denke, Eltern können sich auf Paar-Ebenen trennen und dennoch als Eltern zusammenzubleiben im Sinne von zusammenzuhalten.

Das alles hier sind nur Grenzen im Kopf. Nicht mehr.

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188 Antworten zu Wochenend-Mutter

  1. maya schreibt:

    Danke für diesen Text. Ich freue mich über die Offenheit und Flexibilität eurer Gedanken.
    Wir sind seit 5 Jahren getrennt und haben drei Kinder. Da keiner von uns ausziehen wollte, haben wir uns entschieden den Versuch einer WG zu starten. Mein Exmann mietet zusätzlich ein Zimmer in der Nähe seines Arbeitsortes, wo er 2x pro Woche bleibt, sonst wohnt er auch bei uns. Da er Vollzeit arbeitet, war uns beiden klar, dass im Falle einer Schlammschlacht die Kinder bei mir geblieben wären und er zum Wochenendvater geworden wäre. Das hat ihn in Panik versetzt. Wir haben uns coachen lassen, Verhaltensregeln und Aufsichtszeiten abgemacht. Seit nun 5 Jahren leben wir so. Wir haben uns sehr viel Kritik anhören müssen, unsere Idee wurde als naiv und unmöglich umsetzbar eingeschätzt.
    Inzwischen haben diese Stimmen gekehrt in Achtung. Wir sind glücklich mit dieser Situation, profitieren von viel Freizeit, Toleranz und Flexibilität. Unsere Kinder haben uns mitgeteilt, dass es ihnen eigentlich egal sei ob wir ein Paar seien oder nicht, Hauptsache beiden seien da.
    Wir haben beide neue Partner in der Zwischenzeit und sind froh, dass es auch mit neuen Partnern gut klappt so.

    Deshalb: ich finde es stark, dass hier drin so viele Mut zu Neuem haben und dies auch so umsetzen.

    • Julia schreibt:

      Maya, eure Lösung finde ich sehr gut und es motiviert mich, auch für uns eine geeignete Lösung zu finden. Bei uns steht seit zwei Wochen die Trennung im Raum und ich kann mich einfach nicht damit abfinden, dass er jetzt einfach geht und uns in einem Haus zurücklässt, dass sich keiner leisten kann und wir alle dadurch existentiell am Limit wären. 😦

  2. natalie schreibt:

    Danke..danke, danke, danke…
    Ich bin nicht alleine, ich die Rabenmutter.
    Wie oft mußte ich mich rechtfertigen, das ich zum Wohle meiner Kinder entschieden habe, als sie vor 6 Jahren bei ihrem Vater blieben.
    Ich würde meine rechte Hand dafür geben wenn ich sie bei mir haben könnte.
    Aber wir haben damals entschieden das es für die Kinder besser ist sie in der gewohnten Umgebung zu lassen. Mit der Oma im Haus.
    Anfangs habe ich meine Kinder auch in der Woche gesehen, mittlerweile nur noch Wochenends, da es durch die Unterrichtszeiten der beiden nicht anders geht.
    Ich leide immer noch, ich vermisse meine Kinder wahnsinnig. Ich bin in psychologischer Behandlung weil ich von Schuldgefühlen geplagt werde, immer das Gefühl habe meine Kinder im Stich gelassen zu haben.
    Ich könnte noch so viel schreiben, aber ich sage einfach danke.

    • Käthe Michels schreibt:

      Liebe Natalie, gerne würde ich mehr erfahren. Auch ich bin betroffen, mir geht es wie dir.
      Vllt hast du Lust mich anzurufen, oder eine Mail zu schicken. Es ist viel zu komplex und individuell um hier alles mitzuteilen. Ich würde mich riesig freuen. Liebe Grüße
      Meine Mail lautet: rieger.j@ok.de, meine Handy Nr.: 0157-85111130

    • J. schreibt:

      Ich finde dich toll und es ist stark wie tapfer du durch hälst. Wirklich Respekt halte durch und versuche trotz allem glücklich zu sein und ich wünsche dir deinen Seelen Frieden zurück !!! Das hast du verdient und deine Schuld Gefühle kann ich gut nachvollziehen. Mutter haben und werden immer Schuldgefühle haben auch wenn sie mit den Kindern zusammen leben. Jemand sagte mir mal es seie der natürliche Antrieb der Frau was mir von mehreren Frauen die mit ihren Kindern zusammen leben bestätigt wurde. Ja es gibt sogar Bücher darüber. Wer Interesse daran hat an sich selbst psychologisch zu arbeiten kann sich mal Bücher wie zB. Das begabte Kind durch lesen liebe Grüße

  3. Ursula Preyers schreibt:

    Hallo, auf der suche nach gleich betroffenen..
    ich bin seit über 13 Jahren alleinerziehend, mit Haus, Hof, Laden.. und allem was dazu gehört.
    Nun, mit fast 54 Jahren, erlebe ich das erwachsen werden meiner Kinder. Mein Sohn ist 28 Jahre alt und lebt allein, meine großen Töchter sind bald 19 und 17 Jahre, die kleine bald 13 Jahre alt. Nach gescheiterter Ehe, der langen Zeit allein mit der Verantwortung für alles und jeden, nach einer 2 jährigen, sehr negativen Beziehung mit gewalttätigem Ende gegen mich, immer mit der Existenzangst als Einzelunternehmerin im Nacken, , mit pubertären 2. Tochter und allem damit verbundenen Situationen, fasse ich immer öfter den Gedanken, das meine 2. Tochter bei ihrem Vater leben sollte. Sie ist voller Hass gegen mich, sie möchte so schnell wie möglich weg. Meine jüngstes Kind ist nach der Ehe geboren und mit ihrem vater teile ich mir die Betreuung nahezu hälftig.
    Mein Exmann macht mir Vorwürfe, weil er müßte ja schließlich arbeiten, wie ich arbeite, seit Jahren, interessiert keinen.. nur ebenso betroffene Mütter.
    In die Schuldenfalle bin ich, trotz zweier Berufe geraten, weil nie genug Zeit für ein optimales arbeiten bleibt. Das kennen wir ja alle.
    Ich habe mich aus der depressiven Phase nach der Gewalttat ganz allein heraus gewunden, habe auch keine Tabletten genommen, da ich nicht „einfach nur funktionieren“ wollte.
    Trotzallem spüre ich eine ungeheuere Müdigkeit, ich komme mir vor wie der Hamster im Rad, ich verspüre keine Freude mehr, mein derzeitiges Leben erfährt massive Veränderungen. Es bleibt kein zeitlicher Raum für eine persönliche Auszeit, und wenn sind diese mit finanzieller Knappheit und Schuldgefühlen gepaart.
    Ich will das nicht mehr, ich möchte das nun der Vater seinen Teil zum Alltag beiträgt. Ich habe schon lange keine Kraft mehr Dinge wie z.B. die selbstverständliche Mithilfe im Haushalt durchzusetzen. Wenn ich finanziell dazu in der lage wäre, würde ich meinen großen eine eigene Wohnung anmieten.. ich würde sie ja dann nur in Teilen loslassen, ein Haltepunkt wäre ja immer gegeben.
    Ich habe die xte schlaflose Nacht hinter mir und ich sehne mich nach weniger Dauerverantwortung und nach dem reduzieren der Dinge, Termine und Pflichten.
    Herzliche Grüße, Uschi

    • Jay schreibt:

      Hi Uschi, deine Situation tut mir sehr leid ich habe so ähnliches wie du erlebt und wenn du magst schreib mir doch mal oder ruf mich an. Meine Situation und Meinungen kannst du unter Jay nachlesen. Ilovemyselv87@gmx.de oder tel 01749855695 meld dich einfach wir können reden wenn du magst liebe Grüße

    • Jay schreibt:

      Hi, deine Situation tut mir sehr leid ich habe so ähnliches wie du erlebt und wenn du magst schreib mir doch mal oder ruf mich an. Meine Situation und Meinungen kannst du unter Jay nachlesen. Ilovemyselv87@gmx.de oder tel 01749855695 meld dich einfach wir können reden wenn du magst liebe Grüße

  4. Irene schreibt:

    Hallo,
    ich fühle mich als Rabenmutter und heule mir die Augen aus 😦
    Mein Mann ist ausgezogen, zu seinen Eltern, es war absehbar und meine Tochter ist mit ihm gegeangen …es geht ihr wirtschaftlich viel besser bei ihm. Ich muss jetzt mein Leben neu ordnen was sehr schwer ist nach 15 jahren Ehe und dich bin 56 Jahre alt.immer Kind, Haus , Hof und Hunde betreut aber nur im Minijob gearbeitet.
    Als mein Mann geganngen ist, viel eine riesen Last von mir aber meine Tochter, 15 Jahre alt es bricht mir das Herz, da sie im Moment keinen Kontakt zu mir will…
    Ich habe einen Vollzeitjob gefunden und bin auch auf Wohnungssuche, was sehr schwer ist mit Hund, keine Finanzreferenzen und noch vielen anderen Dingen die da auf mich zu kommen werden ….ich hoffe und such auch noch Selbshilfegruppen um mir Kraft zu holen, die alles zu bewältigen ….
    Liebe Grüsse,
    Irene

  5. Andrea schreibt:

    Ich habe es auch erlebt und wat meine Entscheidung weil meine Kinder wollten beim Vater wohnen..die haben ihm vermisst.Die hätten sich gewünscht das wir zusammen bleiben aber nein..er war gewalttätig.. Sowas kann Ich nicht verzeihen.. Und meinen kinder geht es gut aber manchmal sind die traurig aber immer sind die meine eins und alles und Ich werde sie nie verlassen..die haben immer Platz bei mir..ich bin immer für die da.Ich liebe sie ja und zwar sehr.

    • Katharina schreibt:

      Hier muss ich zum Verständnis doch nachhaken: Leben deiner Kinder jetzt bei deinem gewalttätigen Ex-Partner?

  6. Pingback: Wochenendmutter: Was ich noch sagen wollte. | WerdenundSein

  7. Anja schreibt:

    Ich bin euch so dankbar über eure Beiträge. Habe mich nach 28 Jahre Beziehung von meinem Mann getrennt , meine Kinder 21, 18 und 16 entschieden sich bei meinem Mann zu bleiben.Es ist ein komplett neues Leben, das einzige was mir geblieben ist ist mein Hund und die Arbeitsstelle.Die Kinder sind sehr zurückhaltend und besuchen mich kaum.Mit meinem neuen Freund verstehen sie sich nicht so gut oder besser gesagt sie bauen keinen Kontakt auf bzw. lassen es nicht dazu kommen. , das hängt damit zusammen das mein Mann von unserer Trennung überrascht wurde und meinen neuen Freund im Kreis unsrer Kinder und Freunde eher madig macht.Das die 3 in einem Ablösungsprozess sind ist mir schon klar aber schmerzt trotzdem.Trotz aller Höhen und Tiefen eines Familienlebens war die intensive Zeit mit den Kindern immer meins. Da ich die Trennung aussprach , war es für meinen Mann klar in unserer Eigentumswohnung zu bleiben.Diese hat einen Garten und ist sehr idyllisch gelegen Er gibt den Kindern den nötigen Halt ( seine Worte ) ,so hatte ich gar keine andere Wahl als auszuziehen.Hätte liebend gerne auch weiter dort gewohnt.
    Noch einmal vielen Dank für eure mir mutmachenden Zuschriften

  8. Tina L. schreibt:

    Hallo,
    mir wurden meine Jungs (6 und 9) durch ein Familiengutachten und dem Richterspruch weggenommen. Nun leben sie seit kurzem beim Vater, der eine viel strengere Erzieung hat als ich. Da nun aber das Ganze schon 2 Jahre geht und die kInder schon völlig durch den Wind sind (beide in Therapie) werde ich wohl das Ganze beobachten müssen und wenn es gut läuft, es so belassen. Zum Wohle der Kinder. (Habe erstmal eine Beschwerde eingelegt, falls diese abgewiesen wird weiss ich nicht ob ich weitermachen soll. dh. in Revision gehen) Wenn ich nun Revision einlege, dann werden die Kinder nicht zur Ruhe kommen. Es bricht mir das Herz. Und dann kommen noch die Kommentare dazu mit denen man klar kommen muss… „da muss doch was passiert sein, sonst bekommen doch immer die Mütter die Kinder“… etc… nein… es ist nix passiert und ich liebe meine Kinder. Nur er kann sich eben besser verkaufen und kämpft mit allen Mitteln inkl. schlechtmachen und abwerten der Mutter, was auch viele bestätigen können. Gibt es vielleicht eine Selbsthilfegruppe für Wochenendmamas? Es ist nicht die Norm und alles was aus der Norm fällt ist erst mal schlecht für viele. Desswegen wäre ich an einer solchen Gruppe interessiert, da bestimmt viele böse und abwertende Blicke kommen werden. Mein Freund kommt aus einem Dorf mit ein paar EInwohnern… das wird hart… Würde mich über eine Anwort freuen.

    • Jay schreibt:

      Hi ihr lieben, ich lebte in ffm und bin mach dem ich s geschafft hatte mich zu trennen verhaftet worden sowie mein derzeitiger ehe mann. Nach einer halbjährigen wartezeit wurde ich zu meinen kindern entlassen, die in der zeit verwahrlosteten bei seinen eltern die total überfordert waren mit 2 fast babys. Ich entschied mich für die trennung von meinem mann da dieser mich sowiso schon betrogen hatte, ein lügner war und nicht aufhören wollte kriminell zu sein. Ich beftreite mich aus einer qual, der ich selbst zu gestimmt hatte. ihn zu verlassen unser haus zu verkaufen und weg zu ziehen in eine stadt wo er keine kontakte hat und es weniger kriminell ist als frankfurt. Ich wurde durch bekannte unterstützt und ich hatte mit den kindern dennoch ein bilderbuch leben. Ich teilte das auch meinem mann mit und er war traurig und wollte keine trennung. Ich musste 3 jahre für meine scheidung kämpfen und wurde in der zeitvon seiner familie belästigt und bedrängt. Ich verkaufte das haus und zog mit dem geld und kids nach bayern. Mit neuen freunden weniger stress starteten wir in eine ruhigere lebenszeit. Alle mussten sich an die neuen weniger offenen und freunlichen menschen gewöhnen doch es gelang uns nur schwer. Ich hatte dann oft besuch aus frankfurt damit es auch schöner und leichter für die kinder werden würde. Doch das spielte sowiso keine rolle mehr ich hatte einen neuen freund und wir lebten uns zusammen. Mein mittlerweile ex mann bekam vom gericht ein Besuchs recht was auch ok war nur konnte ich nicht mit ihm reden da er mir gegenüber aggressiv wurde. Die kinder mochten es ihn zu besuchen doch kahmen oft verwirrt nachhause. Danach folgte ein kampf mit jugendamt und gericht denn er wollte die kinder und war der meinung das es nicht normal sei sich die kinder zu teilen und so einen zwiespalt in deren Persönlichkeit auszulösen. Komischerweise war auch der Sachbearbeiter vom jugendamt (hr. Friedrich jugendamt fürth) seiner meinung obwohl mein ex mann vorbestraft war und offensichtlich einfach in seinem ego gekränkt war, denn es ist auch seine meinung das eine frau kein recht hat sich einfach scheiden zu lassen. Mein ex mann drohnte mir am telefon an mich zusammenschagen zu lassen, mich vergewaltigen zu lassen und das mir irgendwann das gesicht veräzt wird. Die polizei hatte keine chance etwas zu machen und auch keine andere hilfestelle. Das jugendamt besuchte mich oft und kontrollierte uns und die kinder.mein ex mann zeigte uns mehrfach wegen allem möglichen an und wir mussten jetzt nicht nur regegelmäsig zum gericht und jugendamt sondern auch zur polizei. Dann bedrohten mich mehrere unbekannte und ich wurde letztendlich in meiner wohnunh überfallen und zusammen geschlagen und aus geraubt 2 std später holte ich die kleinen mittlerweile 5 und 7 von schule und kita ab. Ich beschloss nach meinem nerven Zusammenbruch das ich mich erst mal bei bekannten verstecke. Ich ignorierte die angst und versuchte viel mit den kindern zu unternehmen doch mein ex fing uns an der schule ab und wollte meinen älteren sohn nicht gehen lassen. Ich spürte wie die kinder immer weniger glücklich waren immer mehr angst in ihr leben kahm ich versuchte mir hilfe zu holem und redete mit jeder mir bekannten stelle und bettelte um hilfe. Ich bekam keine hilfe wer sollte mir auch helfen ich hatte auch sah auch keine Möglichkeit mehr ihm die kinder zu übergen zwecks besuch, da ich aber dazu verpflichtet war wurde dies zum problem und das gericht stellte mir geldstrafen aus da ich nur überfälle beweisen konnte aber nicht das mein ex mann dahinter steckt. Am ende bin ich zu dem Entschluss gekommen keine kraft mehr zu haben und das es sinnlos ist zu kämpfen in einer welt in der sowieso der gewinnt der mehr geld hat. Den kindern ein leben mit angst streit und hass zu ersparen. Die kinder leben jetzt wieder in ihrern gewohnten umgebung und sind auf einer privat schule und werden von vorne bis hinten verwöhnt. Beiden geht es gut und sie sind froh wieder mit ihren freunde sein zu können. Ich lebe jetzt seid 4 monaten alleine und durfte mit den kindern telefonieren sie besuchen darf ich wenn ich wieder mit meinem ex zusammen komme oder per gericht jetzt kämpfe um besuchsrecht. Ich bin so dumm warum habe ich das alles soweit kommen lassen. Ich denke das bei der erfahrung die ich gemacht habe und ich wirklich die seelen meiner kinder verletzt habe durch meine Situation ihr alle hier eine bessere Entscheidung getroffen habt als ich. Viellicht hilft es euch zu sehen das es immer auch noch schlimmer und dümmer geht. Im grunde ist es das beste zusammen zu bleiben oder am besten keine trennung zu durchleben. Ich sterbe innerlich vor vorwürden und anklagen meiner mitmenschen. Wie konnte ich aufgeben warum ??? Ich bin jetzt 29 und einfach am arsch seelisch menschlich und teile euren schmerz doch finde ich es lobenswert und toll das ihr überhaupt die kinder sehen könnt. Ichwerde jetzt erst mal meine wohnunh auflösen und hoffe ich sterbe bald oder überlebe das kommende gericht und darf die kinder noch mal sehen was soll ich nur tun???? Mir kann keiner helfen

    • Christina schreibt:

      Hallo! Du sprichst mir aus der Seele! Das gleiche lebe ich seit 2 Jahren, auch durch richterurteil die kinder verloren,weil er sich besser verkaufen konnte! Es wäre schön, wenn du dich zwecks Austausch mal bei mir melden würdest! Meine email Adresse lautet: piano781@outlook.de
      Würde mich freuen, viele Grüße,
      Christina

  9. Anna schreibt:

    Hallo zusammen,

    Ich kann euer Leid verstehen.
    Ich und mein Ex-Mann leben nun seit 3 Jahren mit unserer Tochter im Wechselmodell.
    Sie lebt im Wechsel 1 Woche bei mir und 1 Woche bei ihrem Vater.
    Wir beide leben jeweils im Hause unserer Eltern, da wir beide auf die Betreuung durch die Großeltern angewiesen sind.
    Wir leben 10 km von einander entfernt in zwei verschiedenen Gemeinden.
    Unsere Tochter geht in die Schule seiner Gemeinde -wurde durch Gerichtsbeschluss entschieden-.
    Nun hat mir der Vater heute mitgeteilt, dass er möchte das unsere Tochter ganz bei ihm leben soll.
    Ich fürchte nun, dass wenn Sie sich entscheiden müsste sich ‚für ihn‘ entscheidet.
    Ihre Freundinnen leben im Wohnort des Vaters.
    Andererseits arbeite ich Teilzeit, habe mehr Zeit für unsere Tochter.
    Er ist momentan bei der Lebensberatung, weil er selbst sagt momentan Erziehungs Probleme mit ihr zu haben.
    Ich vermute er spekuliert auf den Kindes Unterhalt -mit Geld konnte er noch nie gut umgehen-
    Unsere Tochter selbst sagt dass sie gerne weiter im Wechselmodell leben möchte.
    Zum Anderen ist es aber auch so dass ich nun auch seit 3 Jahren einen festen Partner habe, der allerdings 60kg von mir entfernt wohnt.
    Es steht die Überlegung im Raum, an seinem Wohnort zu ziehen. Meine Tochter würde ich gerne mitnehmen kann mir aber nur schwerlich vorstellen das sie mitkommen möchte.
    Schließlich muss sie ihre gewohnte Umgebung verlassen.
    Ich fühle mich so schlecht, als Rabenmutter…
    Ich habe das Gefühl sie im Stich zu lassen.
    Ich hatten schon überlegt die Partnerschaft zu beenden weil ich nicht ohne Sie sein will, da ich eh schon nur ‚eine halbe Mutter‘ bin.
    Ich habe das Gefühl dass ich nur verlieren kann.
    Wenn ich jetzt darum kämpfe, dass sie ganz zu mir kommt anstatt zu ihrem Vater geht… und ich dann im 1 1/2 Jahren sage ‚Schatz, wir ziehen weg‘ -dann steht der Schulwechsel an, wäre also der Ideale Zeitpunkt- würde ich sie dann nicht noch mehr ‚zerreißen‘ ?
    Ich bin nur noch am weinen, fühle mich so schlecht…
    Ich drehe mich im Kreis…

    Danke für Eure Aufmerksamkeit…
    LG Anna

  10. Jay schreibt:

    Hi anna,
    ich verstehe deinen Schmerz und deine Situation. Es ist schwer das Beste für sein Kind zu wollen und sich selbst nicht dabei zu verlieren. Wie alt ist deine Tochter? Frag sie was sie möchte wo und bei wem sie leben möchte. Es ist traurig aber du musst ihr dazu noch eingestehen das sie die wahl frei treffen kann und du hinter ihr stehst , immer für sie da bist und alles für sie tun willst. Dennoch bist du und ihr Vater kein paar mehr und ihr lebt getrennt das bleibt auch so, doch auch ihr Vater möchte für sie da sein. Geh auf sie ein aber ziehe klare linien damit sie nicht mehr durcheinander wird. Schau was sie sagt und rede mit ihr. Von dem Umzug würde ich erst mal nichts erzählen und deinem Freund erklären, dass du ihn liebst, mit ihm zusammen leben willst und wirst aber du wegen der Situation noch etwas Zeit brauchst. Eine Rabenmutter wärst du nur wenn es dich nicht kümmert wie es deiner Tochter geht.

    • Anna schreibt:

      Hallo Jay,

      danke für Deine netten Wort.
      Meine Tochter ist 9 Jahre alt.
      Ich habe mit ihr gesprochen und sie gefragt was sie gerne möchte…
      Sie möchte gerne das Wechselmodell weiterführen.
      Habe ihr gesagt dass ich Sie darin unterstützen werde.
      Habe Ihr nicht gesagt, dass ihr Papa sie ganz zu sich nehmen möchte.
      Ich denke, dass sie so weniger in Konflikte kommt. Ich will nicht an ihr zerren…
      Zuerst wollte ich direkt zum Anwalt gehen, mittlerweile habe ich mich etwas beruhigt und werde erstmal abwarten.
      Wenn ein Brief von seinem Anwalt kommt, kann ich immernoch reagieren.
      Solange unsere Tochter keine Änderung im Betreuungsmodell will, wird er es auch schwerlich durchgesetzt bekommen!
      Ich freue mich über jede Antwort oder Anregung.

      Vielen Dank
      LG Anna

      • Jay schreibt:

        Hi anna,
        ich finde es toll wie du deine Tochter unterstützt! Sie ist in einem Alter in dem sie schon sagen kann was sie möchte und du gibst ihr halt
        und unterstützt sie so am besten in dem du hinter ihr stehst Am Ende wird sie sich freuen gelegentlich auch bei dir zu sein es ist zwar schwer aber sie braucht euch beide, wenn es klappt dadurch das du zu rück steckst ist alles besser als ständig vor dem kind oder um das kind zu streiten!!! Vor Gericht wird das nur schlimmer und nicht leichter oder besser.ich kann dir nur empfehlen nicht gleich zum Anwalt zu gehen. Am besten ihr klärt es intern versuch es weiter es ist für euch alle nicht leicht aber du machst das gut ! Was sagt dein derzeitiger Freund dazu? Bist du schon umgezogen?

        Liebe Grüße Jay

  11. Faded schreibt:

    Bin auch durch Zufall auf deinen Blog gestossen, weil ich verzweifelt auf der Suche bin nach Müttern, die dasselbe „durchmachen“ wie ich. Wir haben uns dazu entschlossen, dass unser fast 3-Jähriges Kind bei Ihrem Vater leben wird, und ich denke es wird bald alles über mich hereinbrechen. Es gibt so wenig zu diesem Thema, danke dass ich mich durch diesen Blog nicht mehr so allein gelassen fühle..

    Liebe Grüße
    Lena

    • Jay schreibt:

      Hey lena, das problem kennen wir alle und ich rede mir ab jetzt alles von der seele hier und auch vor jedem anderen und das befreit mich!!!
      Meine Kinder leben jetzt seit mehr als 5 Monaten bei ihrem Vater und er unterbindet den Kontakt so gut er kann, zu Beginn ärgerte mich das sehr. Mittlerweile erkenne ich wie schwach er wirklich ist und das er immer noch nicht wahrhaben will das die Ehe beendet ist und er mich mit keinem bestechungsversuch zurück bekommt. Da er der Meinung ist das jeder Mensch käuflich ist, macht ihn das noch wütender. Ich kann dir nur empfehlen gründlich darüber nach zu denken ob du diesen Schritt wirklich gehen willst und noch wichtiger ob du den Schritt am Ende auch verkraftest!!!! Solltest du dich dafür entscheiden würde ich deinen ex nicht reitzen und auch erst msl keinen neuen Partner erwähnen das ist für das männliche Ego tödlich. Akzeptiert er einen neuen Partner, dann hat er eure Trennung teilweise oder schon ganz verarbeitet da musst du hin kommen damit sich trotz der Trennung eure Gespräche oder auseinander Setzungen um das/die kinder drehen.

      viel Erfolg mut und Kraft dabei!!! Blessings Jay

  12. Pingback: Keine Zeit für Glück. | WerdenundSein

  13. Jay schreibt:

    Hi Anna,

    ich finde du hast gut reagiert und das deine tochter ihre Meinung und Gefühle sagen durfte und darin gestützt wurde war bestimmt befreiend für sie. Die Kinder zu zerreisen oder an ihnen zu zerren bringt nur seelenschaden. So habt ihr beide Kontakt versuch das bei zubehalten die Situation ist anstrengend genug für alle Beteiligten. Hoffe das kein Brief kommt von dem Anwaltdeines Ex. Kann dir nur empfehlen dich intern mit ihm zu einiegen. Wenn ein Brief kommt und er es auf die miese weise versucht, durchatmen und noch mal mit ihm lieb reden. Versuchen ihm klar zu machen das es um das Kind geht!!! Wenn er das nkcht einsehen will sofort anwalt und Gericht das Jugendamt ist da eher Vermittler, es sei denn sie sollen die Kinder befragen oder vor Gericht vertreten was mit 9 Jahren noch der Fall wäre. Wie hat denn dein derzeitiger Freund reagiert? Und ziehst du jetzt weiter weg in die andere gemeinde zu ihm???

    Viel Kraft und bessings
    Jay

    • Anna schreibt:

      Hallo,

      ich denke auch, dass es wichtiger ist meine Tochter in ihrem Wunsch -das Wechselmodell 1 Woche Mama und 1 Woche Papa- weiterzuführen.
      Bisher habe ich noch keinen Brief vom Anwalt meines Ex Mannes erhalten.
      Diese Woche werde ich mich mit meinem Ex-Mann treffen…. er hat das Gespräch gewünscht. Er sagte es würde um die Gesamtsituation gehen und noch um das Verhalten unserer Tochter im Allgemeinen. Er hat schon zwei mal angedeutet, das er Probleme mit ihrem Verhalten habe. Wohl auch im Bezug auf seine neue Freundin. -Die gefühlte 10. neue Freundin in 3 Jahren-
      Bei mir verhält sich unserer Tochter ‚wie ein normales Kind‘.
      Das ’schlechte‘ Verhalten das ihn stört zeigt sie bei mir nicht.
      Als sie zu mir kam war unser Kind aufgelöst, er verabschiedete sich kurz und knapp und machte nicht wie sonst noch ein Theater beim verabschieden. Sie war sichtlich enttäuscht. Er wirkt wie: ’schnell weg‘.
      Sie erzählte mir im Anschluß, dass er ihr noch ‚eine Standpauke‘ gehalten hätte. Sie solle offener werden, soll seiner Freundin mal ne Sprachnachricht schicken, mit der Freundin mal ins Kino gehen und er würde auch mal wegfahren wenn die Freundin zu Besuch ist damit sie sich miteinander beschäftigen könnten. Natürlich ’nur wenn sie will‘.
      Da sage ich nur: Super gemacht Papa!!! Applaus.
      Ich warte mal ab bei unserem Gespräch die Tage raus kommt.
      Auf jeden Fall will ich lieber das Wechselmodell oder zu mir!
      Auf keinen Fall ganz zu ihm!!!

      Drückt mir die Daumen!

      Ich halte Euch auf dem laufenden!

      Danke und LG
      Anna

    • Anna schreibt:

      Hallo,

      hier bin ich wieder…
      Ich habe vergessen eine wichtige Frage zu beantworten…

      Ich bin nicht umgezogen und werde es auch nicht so bald tun.
      Da sich die Sachlage mit meinem Ex-Mann geändert hat -das er unsere Tochter ganz zu sich nehmen möchte- hat mein Freund entschlossen die nächsten Jahre zu mir zu ziehen.
      Allerdings werden wir dies erst nächstes Jahr in Angriff nehmen.
      Somit könnte man sagen, in allem schlechten liegt auch etwas gutes!

      Danke, das ihr mir Eure Zeit schenkt!

      LG
      Anna

  14. Antje schreibt:

    Hallo 😉

    auch ich ( 38 / Mama von 3 kids) bin von diesem Thema betroffen.

    Mein Expartner und ich hatten gemeinsam beschlossen, dass die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung ( Kindergarten/ Schule/Sportvereine und Freunde der kids) im Ort bleiben…und im eigenen Haus von meinem Expartner wohnen bleiben…

    Leider hatte ich nur eine Wohnung im Nachbarort gefunden, was sich später aber als wirklich gut herausstellte…(räumlicher Abstand)

    Ich hole meine Kids täglich nachmittags drei Stunden zu mir….

    Jedes zweite Wochenende ebenfalls von Freitag bis Sonntag…

    Da ich in der Pflege im 3 Schichtbetrieb Vollzeit arbeiten „muss“, um meinen Lebensunterhalt zu sichern, hat sich bei uns dieses Modell bis jetzt bewährt…

    Aber mich plagen auch gelegentlich diese Fragen…

    „verliere ich die Bindung zu meinen Kindern…?“

    „wie wird sich das in Zukunft entwickeln…“

    Liebe grüße an euch 😉

  15. Pingback: Die Wochenend-Mutter – wenn Bindung stärker ist als Entfernung – Mamagogik

  16. Pingback: Frau Mierau liest im April 2016 - Geborgen Wachsen

  17. MacBook1986 schreibt:

    Hallo,

    ich bin auch sehr froh darüber, dass endlich mal Jemand den Mut hat dieses Thema an- und auszusprechen. Ich finde es schade, dass es zwar Anlaufstellen/Bücher/Selbsthilfegruppen für Männer zu geben scheint, aber für Frauen nicht! Es ist in unserer Gesellschaft ein absolutes Tabuthema. Und wie auch schon mehrfach geschrieben, bekommt man einen Stempel Rabenmutter auf die Stirn gedrückt. Ich selbst wohne in Franken und gerade hier habe ich das Gefühl das es keine „gesellschaftlichen Unstimmigkeiten“ geben darf. Die Menschen wirken doch sehr engstirnig. Ich war vorher schon Rabenmutter, nur weil ich es mir erlaubt habe Vollzeit zu arbeiten (Betreuung war natürlich immer gewährleistet) und dann im Trennungsfall auch noch mein Kind bei dem Vater zu lassen.
    Ich habe meine Tochter (5 Jahre) vor fast 10 Monaten bei meinem (Ex-) Mann in ihrer gewohnten Umgebung gelassen, auch weil dort die Betreuung durch ihre Großmutter gewährleistet war. Ich habe damals auch nur im Sinne meiner Tochter gehandelt. Dieser Schritt ist mir beim besten Willen nicht leicht gefallen und auch mir hat es schier das Herz in den ersten Monaten zerrissen und ich war gänzlich überfordert unter anderem auch mit den Reaktionen in meiner näheren Umgebung (inkl. Familie). Und genau in der Anfangszeit war ich auf der Suche nach Anlaufstellen zu diesem Thema, welche ich nicht gefunden haben. Schon traurig. Meine Tochter scheint sich langsam daran gewöhnt zu haben mich nur alle zwei Wochen an den Wochenenden zu sehen und sie liebt mich sehr und ich natürlich auch. Ich merke das einfach an Ihren Reaktionen. Versteht mich nicht falsch auch ich habe immer wieder Schuldgefühle die hochkommen, weil auch ich das Gefühl habe sie im Stich zu lassen. Aber ganz ehrlich ich glaube auch dies ist nicht nur uns selbst, sondern auch der Umgebung bzw. der Gesellschafft geschuldet, weil einem immer wieder vermittelt wird, dass dies nicht normal sei. Aber ich kann nur sagen, dass auch das mit der Zeit besser wird. Zumindest geht es mir so und mittlerweile habe ich ein recht dickes Fell. Gleichzeitig habe ich mittlerweile die Einstellung, dass ich mich nicht vor Anderen rechtfertigen muss außer vor mir selbst und später vielleicht vor meiner Tochter. Auch wenn es natürlich manchmal leichter gesagt als getan ist.

    • Gabriella schreibt:

      Wie schön, diese Seite gefunden zu haben. Ich komme aus Wien, und bin auch Wochenendmama, bzw derzeit noch ein Tag in der Woche fix, was aber durch die langen Schulzeiten auch bald fallen wird müssen, im Sinne der Kinder, weil es sonst zuviel wird. Ich würde mich über Austausch freuen, ich lass euch mal meine Mailadresse da: gabriella.halbeisen@gmx.at – Ganz lieben Gruß! Achja, meine Burschen sind 9 und 11 Jahre alt.

    • Maria schreibt:

      Ich finde deinen Beitrag sehr gut geschrieben, auch was deine Gefühle angeht. Ich habe ähnliches erlebt und erlebe es teilweise noch. Es ist schwer, wenn nicht sogar unmöglich, mit dieser Situation klar zukommen….zumal wenn selbst die Familie sich abwendet…ich habe oft das Gefühl allein zu sein,niemand versteht diese Situation. Wünsche mir, dass ich mich mit Gleichgesinnten austauschen kann um etwas Kraft zu tanken und zu wissen nicht allein zu sein. Diese Seite ist wirklich hilfreich und zeigt, dass man trotzdem eine Mama ist die ihre Kinder liebt. LG

  18. Pingback: Wochenendmutter: Ich bin nicht allein. | WerdenundSein

  19. Pingback: Linkssammlung Lebensmodelle - frauenseiten.bremen

  20. Birgit Schlegel schreibt:

    Wir haben uns nach der Trennung für das Wechselmodell entschieden. Mittlerweile sind die Kinder je eine Woche bei mir und eine Woche bei ihm. Aber die unterschiedlichen Erziehungsmethoden von uns, die unterschiedlicher nicht sein könnten, machen enorme Probleme. So verwöhnt und verhätschelt er die Kinder zu sehr, kann keine Grenzen ziehen und kann Disharmonie und Streit nicht aushalten. Wohingegend ich eher streng bin und manchmal auch zu streng und wohl manchmal eher kühl. Ich hätte nichts dagegen, wenn meine Kinder mehr Zeit mit dem Vater verbringen, da ich keine Kraft / Geduld mehr habe gegen das Erziehungsgefälle anzugehen. Sie wollen auch mittlerweile öfter zu ihm, weil er nicht „so viel schimpft und nicht so streng ist“. Natürlich liebe ich meine Kinder aber hier bin ich einfach machtlos. Dann sollen sie eben mehr beim Vater bleiben. Ist mir auch Recht. Ich bin die ewigen Kämpfe so leid!

  21. Maria schreibt:

    Hallo, ich habe hier viele Beiträge gelesen und mich in in einigen wieder gefunden. Auch ich bin eine Mama, die gegen ihren Willen ohne ihre Kinder lebt. Jeder Tag ist ein Kraftakt für mich….Ich kämpfe nicht mehr, versuche mit der Situation zu leben…Das wird mir wohl nie gelingen stelle ich immer wieder fest. Es treten immer wieder diese negativen Gefühle auf und erschweren mir meinen Alltag zu finden. Ich würde mich freuen hier eine Mama zu finden, mit der ich mich öfters mal austauschen kann und einfach offen über die Situation sprechen kann. Gerne über Mail oder whatsapp. LG

    • Jay schreibt:

      hi ich bin Jay und habe hier auch schon öfter geschrieben. Meine beiden Söhne leben bei ihrem Vater in Wiesbaden, der mich derzeit mit Besuch s verbot straft da er mich erpressen will zurück in die Familie zu kommen diesen Druck und schreckliche Situation stand zu halten und bestmöglich für die Kinder zu bewältigen ist schon lange nicht mehr möglich ich möchte eine what s App oder e Mail Gruppe öffnen in der jeder sich wieder finden kann und schnell eine Antwort erhält oder ein featback. Vielleicht Hilfe Stellung oder einfach nur gute Gespräche!!! Wer Interesse hat bitte per e Mail erst mal antexten. E Mail Adresse: http://www.ilovemyself87@gmx.de ich würde mich freuen was zu erhalten von euch

      ich bin zwar erst fast 30 aber nach meiner Selbständigkeit und Verlust meiner Immobilien und meiner beiden Söhne das was mir am wichtigsten ist und war im Leben, wachse ich mental und lege mir wie in dem Artikel empfohlen ein dickeres Fell zu. ich habe gemerkt und spüre schon lange das es besonder s wichtig ist dabei unterstütz zu werden am besten von jemandem der mich gut verstehen kann. Viele können es nachvollziehen aber nicht verstehen weil sie selber diesen Schmerz nicht durch machen müssen.

      Warum bringen denn Männer Nacht s die ganze Familie um und dann sich selbst ? Manche mögen sagen weil sie das schwache Geschlecht sind , ich stimme dem Artikel zu „Männer empfinden den selben Schmerz“.

      Wenn also beide Partner sich selbst durch tiefste Verletzungen des Herzen s, Kopf Kino und Existenz Ängste quälen, kann dann eine gute Lösung gefunden werden für die Kinder ? Wie soll das Gericht einen unterstützen oder eine Entscheidung treffen wenn ein Elternteil sich massiv weigert eine Lösung zu finden und immer noch an de Beziehung fest hält die er selbst vor 5 Jahren zerstört hat er aber so viel Geld und Kontakte hat das er einfach die besseren Anwälte hat Jura studiert hat und sich best möglich strategisch auf einen Prozess vorbereiten kann??

      Ich las einen artikel von einer jugendlichen deren Eltern sich getrennt haben und sie ganz klar spürte das es bei dem Gerichtsverfahren nur um die Eltern ging. Alles was ich damit sagen will ist, dass diese trennen vom anderen Elternteil ein leidiges oder Kraft aufwendiges Thema wird für den Rest unseres Leben s. Ich bin bereit dafür und ich möchte so viele andere dabei unterstützen damit klar zu kommen !!!!

      An alle anderen die aufgeben wollen, die Welt und das Leben da draußen dreht sich weiter egal ob ihr aufgebt oder nicht…… für andere läuft alles ganz normal weiter!!!!!! Wenn ihr aufhört glücklich zu sein zerstört ihr euch selbst.

      Eine gute Bekannte von mir verlor ihre Tochter für 5 Jahre. Nach einem schlimmen streit hat die Tochter den Kontakt mit 19 Jahren abgebrochen. Die Mutter weintet Jahre lang bitterlich und wurde alt grau und verbittert. die Tochter meldete sich nach 5 Jahren wieder bei ihrer Mütter. Überglücklich haben sie jetzt guten Kontakt und treffen sich oft und reden am Telefon über so gut wie alles und beide sind glücklich damit. Doch weil die Mutter so lange am Stück weinte sieht man ihr die Trauer noch immer an und manch mal fällt sie in dieses Loch aus Trauer zurück aus dem sie so lange nicht raus wollte obwohl die Tür offen war.

    • Jay schreibt:

      Melde dich habe genau die gleiche Situation http://www.ilovemyself87@gmx.de
      Oder whatsapp 0174/9855695 Grüße Jay

      • Christina schreibt:

        Hallo, bitte mal melden per Email! Ich bin neu hier, quäle mich aber seit 2 Jahren, und versuche durchzuhalten, aber anstatt dass es besser wird, erstickt mich die situation und die sehnsucht nach dem “normalen“ Alltag mit meinen 3 Jungs! Sie wurden vom gericht dem gut verdienendem vater zugesprochen,……,!
        Meine email Adresse lautet: piano781@outlook.de
        Würde mich freuen,
        Christina

    • Nicole schreibt:

      Hallo Maria, hier ist Nicole :). Ich bin 44 Jahre alt und leben seit 5 Jahren von meinen beiden Jungs getrennt. Gern würde ich in den Austausch treten mit Muttis denen es genauso geht.
      Sei lieb gegrüßt
      Nicole

  22. Elke schreibt:

    hallo an alle-auch ich bin froh,auf diese seite gestoßen zu sein.
    bei mir ist es so: meine jungs sind 12 und 15 jahre alt.ich war zehn jahre alleinerziehend.
    dann hat mein großer gesagt ,er möchte nunmal bei papa leben.ich war natürlich zuerst geschockt-fand es aber auch mutig und auf eine art großartig,daß er dies so äußern konnte.
    ich habe ihm sofort gesgagt,daß er das prinzipiell könne-ich aber noch mit einigen erwachsenen
    (natürlich auch mit seinem vater) darüber reden müsse.nach drei monaten ist er dann zu papa und seiner jetzigen frau (nicht meine direkt „nachfolgerin“) gezogen.
    für seinen bruder und mich war es natürlich dann erstmal sehr traurig und wir mußten uns natürlich neu „sortieren“.wir sind auch nochmal in einen ort weiter umgezogen.
    vor etwas über einem jahr dann,wollte mein jüngerer sohn auch zu papa ziehen…-er würde seinen bruder vermissen,und dort wäre „mehr los“(zwei hunde,kinder der neuen frau..)und natürlich papa.er war natürlich auch viel allein bei mir-in die betreuung nach der schule wollte er irgendwann nicht mehr gehen-und-was hier gar nicht angesprochen wurde-uns fehlte -durch den weggang des bruders unterhalt und kindergeld,d.h.-ich arbeite(freiberuflich)soviel ich kann…
    das mein kleiner sohn geht-damit hatte ich noch weniger gerechnet…-ich habe es auch von meinem ex-mann erfahren…wieder ein schock-aber auch ihn habe ich kampflos gehen lassen.
    es sind zwei JUNGS,sie brauchen ihren vater auch als vorbild.
    ich habe ein jahr gebraucht um MICH „abzunabeln“,d.h.irgendwann war der moment da,wo ich mich genau so gefühlt habe.heute kann ich durchaus auch vorteile für meine lebensführung
    in dieser konstellation sehen.ich habe guten kontakt zu meinen jungs.mir hätte es das herz gebrochen,wenn sie wegen MIR gegangen wären-wenn wir eine schlechte beziehung miteinander hätten-DAS wäre eine katastrophe für mich gewesen.mit allem anderen kann/muß ich mich
    arrangieren.-und auch hier kam dann wieder ein „finanzieller zusammenbruch“ für mich.
    ich mußte beruflich etwas aufgeben,was ich zuvor ein jahr mitgegründet hatte und nun nicht mehr
    verantwortlich mit tragen konnte.-außerdem hatte ich drei monate eine auseinandersetzung mit meinem (um ein mind.dreifaches-mehr verdienenden) ex-mann bezüglich unterhalt.
    ich habe mich außergerichtlich geeinigt und er bekommt nun jeden monat 100,- euro.
    wenn nun allerdings 2017 die neue regelung bezüglich unterhaltsvorschuss in kraft tritt,weiß ich nicht,wie /was dann vom jugenamt losgetreten wird-über jahre…-ich weiß,daß ich NIE den regulären unterhalt zahlen KANN-obwohl ich -wie gesagt freiberuflich-40 std. die woche arbeite und nicht MEHR arbeiten kann-auch keinen nebenjob o.ä.-mein steuerbescheid sagt dies auch aus-und trotzdem habe ich wieder angst,mich erklären zu müssen…
    danke,für´s lange lesen ! Elke
    p.s.wer sich regelmäßig austauschen möchte und viel.sogar in hh od.umgebung wohnt,bitte melden!

    • U schreibt:

      Hallo Elke,
      ich lebe ebenfalls (und schon seit einiger Zeit) in der Situation, dass meine Kinder bei Ihrem Vater wohnen und suche den Austausch mit ebenfalls Betroffenen. Vielleicht hast du Lust? Melde dich gerne! (Ich bin auch tatsächlich aus der Umgebung 🙂 )

      • Elke schreibt:

        Hallo ..??-ja,ich habe lust mich mit dir auszutauschen ..-bin über´s wochenede weg ,antwort könnte dauern 🙂 viele grüße ! p.s.woher kommst du denn??

      • U schreibt:

        Hallo Elke,
        schreib mir gerne ein Mail an myMail.Beu@gmail.com. Kein Problem, falls deine Antwort etwas dauert! 🙂

  23. Corinna schreibt:

    Ihr Lieben,

    ich bin sehr beeindruckt von Tinas Mut, Klarheit und den engagierten Überlegungen zu Gleichberechtigung, und auch von der Vielfalt der Erfahrungen, Gefühle und Überlegungen, die in den vielen Kommentaren zusammenkommen.

    Ich bin gerade dabei, mich mit dieser schweren Entscheidung auseinanderzusetzen und würde mich freuen über einen Austausch.

    Ich habe drei Kinder, 11, 9 und 5 Jahre alt. Mein Partner ist vor der Geburt des ersten Sohns aus beruflichen Gründen in die Schweiz gezogen; ich wollte nicht mit, da ich beruflich und sozial sehr stark in Berlin verankert war. Das hat uns eine Vielzahl komplizierter Arrangements, aber keine endgültige Lösung beschert. Anfangs hatte ich die Kinder und er ist wochenends gependelt, dann gab es für jeden von uns berufliche Auszeiten… Die letzten sechs Jahre lebten wir als Familie in der Schweiz, ich bin nach Deutschland gependelt, habe dort drei Tage in der Woche gearbeitet, einen Tag Homeoffice in der Schweiz, den Rest Familienzeit. Wenn ich in Deutschland war, hat er sich gekümmert. Ich habe es immer so empfunden, dass wir uns die Fürsorge für die Kinder sehr fair geteilt haben, beide berufliche Einschränkungen akzeptiert haben, beide enge Bezugspersonen für die Kinder sind. Als Eltern haben wir ein hervorragendes Team abgegeben.

    Leider ging es auf der Paarebene irgendwann nicht mehr… Ich habe mich vor einem halben Jahr von ihm getrennt und bin mit einem anderen Mann zusammen. Noch pendele ich wöchentlich in die Schweiz wie gehabt. Aber wir möchten / müssen bald eine endgültige Lösung finden, es geht allen Seiten zu sehr auf die Knochen. Wir respektieren einander noch immer als Eltern und können im Sinne der Kinder zusammenarbeiten. Aber wir schaffen es bisher nicht, uns auf einen Plan zu einigen. Mein Ex möchte die Kinder auf keinen Fall verlieren und würde sehr viel dafür in Bewegung setzen. Würde ich um sie kämpfen, fürchte ich, dass es die derzeit noch vorhandene konstruktive Basis zwischen uns kaputt machen und die Kinder in Mitleidenschaft ziehen würde.

    Ich überlege, ob ich die Kinder loslassen kann. Ich weiß, dass mein Expartner ein sehr liebender und engagierter Vater ist und dass sie sehr an ihm hängen. Auch haben sie dort ihr vertrautes Umfeld. Andererseits fürchte ich, dass er auf die Dauer überfordert wäre – seine Arbeitszeiten sind weitaus weniger flexibel als meine; er ist psychisch und körperlich angeschlagen; er hat dort kaum einen Bekanntenkreis; noch hilft seine Mutter, aber sie altert auch. Ich würde die Kinder wohl auf Dauer deutlich weniger sehen und könnte weniger unterstützen, da die Dauerpendelei und das punktuelle Leben in einer Wohnung sehr anstrengend und teuer sind und meine neue Beziehung sehr belasten.

    Ich mache mir nicht so viele Sorgen darum, ob ich mit der Situation klar käme (das käme ich wohl), als ob es den Kindern gut tut, ob sie sich von mir im Stich gelassen fühlen würden – und langfristig schon, ob ich den Anschluss verliere.

    Ich würde mich freuen, mich mit jemandem austauschen zu können.

  24. Jessica Bräutigam schreibt:

    Hallo,
    Ich lebe auch ohne meine Kinder und hätte sehr gerne kontakt zu anderen Müttern denen es auch so geht…
    Liebe Grüße
    Jessica

    • Sandra schreibt:

      Hallo Jessica,
      habe deinen Beitrag heute gelesen und hätte auch gerne Kontakt zu anderen Müttern, den es genauso geht. Um evtl. auch Erfahrungen auszutauschen.
      Wäre schön von dir oder auch anderen zu hören.
      Gruß
      Sandra

  25. Christiane schreibt:

    Danke!

  26. Pingback: WerdenundSein

  27. steffi0311 schreibt:

    Hi. Ich lese heute zum ersten Mal bei dir.
    Danke dafür. Auch ich bin eine Wochenend Mutter und sehe meine 8jährige zusätzlich noch mehrmals in der Woche. Das liegt aber daran das ich in ganz nah zwischen Schule und Vater wohne.
    Ich bin beruhigt das es auch noch andere Mütter gibt die so sind wie ich.

    Danke für deine Offenheit. LG Steffi

  28. teodoraborabora schreibt:

    Warum vergleichst du immer alles mit dem Vater? Die Mutter hat die getragen und hat auch biologisch gesehen mehr Bindung zu den Kindern. Verantwortungslosigkeit nennt man das und sag nicht ,dass das Wunschkinder waren. Ich will gar nicht glauben , wie es würde ,wenn die unerwünschte wären. Such dir keine Ausreden. Sieh die Fakten. Aber was rede ich , hier in Deutschland ist es wohl normal , dass man kalt und nicht richtig herzlich ist.

  29. Nadin schreibt:

    Hallo ich bin eine von 10. Zerrissenheit bekleitet mich jeden Tag. Aber ich weiß das ich als Mutter die beste Entscheidung für meine Kinder getroffen habe. Auch wenn es immer gegen mich verwendet werden wird. Das wort Rabenmutter begleitet mich. Alle Mütter die auch dieses Schicksal teilen möchte ich Mut zusprechen ihr seit nicht alleine. Vergrabt euch nicht. Ich seh meine kinder nur jedes 2te wochenende. Ich vermisse sie. Leider hat meine älteste die Trennung so schwer getroffen das sie kein Kontakt mehr zu mir hat (seit 9 Monaten). Ich lebe jetzt in einer neuen Partnerschaft. Mein freund ist auch bei seinem Vater nach der trennung seiner Eltern beim Vater gebliebe. Er sieht jetzt viele sachen anders.
    Grüsse Nadin

  30. U schreibt:

    Hallo zusammen!
    Große Bewunderung für euch alle! Ihr beweist so viel Stärke und Mut!
    Ich selbst lebe auch in der Situation, dass meine Kinder bei Ihrem Vater geblieben sind, nachdem ich mich getrennt habe. Ich habe mich bemüht, alles im Sinne der Kinder zu machen und die Ehe vernünftig und gerecht zu beenden. Ich habe lange Zeit einfach weitergemacht, vernünftig zu bleiben und gehofft, dass sich die Situation schon regeln wird und sich das verletzte Ego meines Ex irgendwann geben wird. Ich habe gehofft, dass wir uns dann „wie Erwachsene“ zusammenraufen können und die Erziehung unserer Kinder gemeinsam managen können. Ich habe gedacht, ich hätte mehr Unterstützung oder zumindest Verständnis anstelle von von Ausgrenzung und hinter-dem-Rücken-über-mich-reden. Inzwischen glaube ich nicht mehr an ein Happy End.
    Leider habe ich in der ganzen Zeit nie jemanden getroffen, der in derselben Situation ist wie ich. Ich glaube, das hätte mir sehr geholfen. Allein das Lesen all eurer Geschichten hier tut gut! Ich kann so vieles davon verstehen und es tut gut zu wissen, dass ich nicht allein bin! Falls also jemand (vielleicht sogar aus dem norddeutschen Raum) Interesse an einem Austausch hat, melde dich bitte bei mir! Ich würde mich sehr freuen!!!

    • A. schreibt:

      Hallo Ihr Lieben,
      auch ich suche Menschen in einer ähnlichen Situation. Ich bin allerdings getrennt erziehend. Es ist so schwer, jemanden in einer ähnlichen Situation zum Austausch zu finden, weil ich zwischen den Gruppen bin: weder alleinerziehend, noch Wochenendmutter. Nicht Fisch, nicht Fleisch. In keiner Gruppe bin ich zu Hause und dennoch habe ich in beiden Gruppen Austauschbedarf.
      Falls jemand Interesse am Austausch hat, meldet euch! Ich komme auch aus Norddeutschland. 🙂

    • Sandra schreibt:

      Hallo U.!
      Bin auch in so einer Situation und suche auch Mütter, die in der ähnlichen Situation stecken, damit man sich austauschen kann. Vielleicht kann man dann auch besser damit umgehen.

      Gruß

    • Tine schreibt:

      Hallo an alle,
      als mein Ex-Mann und ich uns getrennt haben waren unsere Kinder noch sehr klein (5 und 2 Jahre alt). Wir waren beide sehr jung und ich habe nach dem ersten Kind meine Ausbildung abbrechen müssen (Elterngeld gab es noch nicht). Nachdem das zweite Kind da war, wurde mir mehr und mehr bewusst, dass ich ohne Beruf durchs Leben würde gehen müssen. Als Konsequenz wurde ich unzufrieden und ungerecht. Mein Ex-Mann hat verständlicherweise irgendwann die Geduld verloren und es kam zur Trennung. Obwohl wir beide jung waren, war er deutlich reifer als ich. Naiv wie ich war, dachte ich, ich käme gut damit klar, wenn die Kinder bei meinem Mann bleiben. Das war ein Trugschluss… Mein Ex-Mann und ich haben uns dann so viel wie möglich gemeinsam um die Kinder gekümmert und haben alle Feste wie Weihnachten usw. gemeinsam gefeiert, auch später mit neuen Partnern. Die Kinder sind heute groß und selbst verheiratet und wir als Eltern feiern noch immer gemeinsam, jetzt ohne die Kinder. Wir machen viel zusammen und sind gerne zusammen.
      Das alles ist lange her. Ich bin heute 52 und die Kinder 31 und fast 28 Jahre alt. Wenn man so will, ist alles gut gegangen und ich habe immer ein gutes Verhältnis zu den Kindern gehabt, bis auf die üblichen Streitereien. Nach der damals nachgeholten Ausbildung habe ich einen guten Job bekommen und arbeite dort bis heute. Alles richtig gemacht? Ganz ehrlich… Ich weiß es nicht. Auch wenn die Kinder versichern, dass sie nichts vermisst haben, quält mich bis heute das schlechte Gewissen und ich würde diesen Weg heute, viele Jahre später, nicht mehr gehen. Wir haben ein super Verhältnis und trotzdem kann ich selbst mir das nicht verzeihen.
      Ich möchte niemanden in seine Lebensplanung reinquatschen, aber überlegt eure Planungen ganz genau. Für eure Kinder und auch für euch selbst..
      Liebe Grüße

      • vomwerdenzumsein schreibt:

        Liebe Tine.
        Danke für deinen Kommentar und dass du uns diesen Rückblick gegeben hast. Es ist schön zu lesen, dass es zwischen dir und den Kindern stimmig ist. Schade, dass es dich dennoch quält. Es ist eine Angst, die ich für mich auch immer wieder bemerke und nicht so recht einschätzen kann. Ist das meins? Oder ist das der Druck von außen, dieses Tabu, dieses „das Unvorstellbare getan zu haben“. Ich setze das bewusst in Anführungszeichen, da es natürlich nicht meiner Meinung entspricht. Danke nochmal. Deine Worte haben mich sehr berührt.

    • U schreibt:

      Hallo A. und hallo Sandra,
      ich würde mich sehr über Austausch mit euch freuen. Schreibt mir einfach eine Email an myMail.Beu@gmail.com. 🙂

    • SonneundMeer schreibt:

      Hallo U,
      auch ich habe mich vor 4 Jahren von meinem Exmann getrennt, meine 3 Kinder , damals 5,11 und 14 leben seitdem ansatzweise im wochenweisen Wechselmodell, bei der Kleinen ist der Schwerpunkt 9:5 bei mir.
      Wir wohnen in dergleichen Kleinstadt, nur 800m Luftlinie entfernt und sind beide wieder verheiratet. Das Modell ist für die KInder klasse, es hat sich toll eingespielt, dennoch ist der Erziehungsschwerpunkt bei mir, alles organisatorische liegt bei mir, diese Dinge lagen ihm noch nie und er hat es nicht geschafft, sich darin zu „verbessern“.
      Natürlich wird und wurde er für all das bewundert, er bekam auch damals sehr viel Unterstützung durch Nachbarn, während ich als Mutter als egoisitisch und Rabenmutter betitelt wurde. „Freunde“ wandten sich von mir ab, da „man das als Frau nicht macht“…
      Die Zerrissenheit , alles für die Kinder wieder rückgängig machen zu wollen, das eigene Leben hinten an zu stellen…diese Gedanken und Gefühle haben mich sehr lange begleitet und diese ganzen Zeilen zu lesen, treibt mir die Tränen in die Augen. Wie oft war ich alleine mit dem schlechten Gewissen…niemand, der ähnliches erlebt hat, nur Frauen, die mit den Kindern gegangen sind.
      ich war damals kurz davor, mich selber einzuweisen, weil ich nicht mehr wusste, was cih tun sollte. Und ich bin „im normalen Leben“ eine starke Frau, doch die Situation damals hat mich krank gemacht.
      Aus meiner Sicht würde ich die Entscheidung so nicht mehr treffen, mir bleibt oft zu wenig Zeit ,alles zu regeln und zu managen…das geht von der „halben Zeit“ ab, während er nicht mal Fahrdienste bei den Vereinsaktivitäten übernimmt…Vater heißt halt nicht nur „da“ sein, sondern sich kümmern.
      So langsam kommen die älteren Kinder dahinter…
      Aus der Sicht der Kinder würde ich alles genauso machen. Sie haben beide Elternteile und können sich entsprechend darauf einstellen.
      Fast 3 Jahre habe ich um ein gutes „Elternverhältnis“ gekämpft, aber durch das verletzte Ego ist das leider nicht möglich. So gibt es den Austausch über Whatsapp und de rgeht in der Regel von mir aus, wenn was zu klären ist.
      Auch hier wird es kein Happyend geben…Schade, aber das liegt nicht mehr in meiner Hand.

      • U. schreibt:

        Hallo SonneundMeer,
        danke für deine Worte! Das verletzte Ego scheint eine größere Rolle zu spielen, als ich gedacht habe. Ich hätte immer gedacht, dass sich das irgendwann einfach gibt mit der Zeit. Insbesondere wenn dann eine neue Partnerin da ist. So ist es bei meinem Ex auch. Und trotzdem ist da immer noch dann und wann diese Rache-Mentalität. Das wird wohl nie etwas. Ich habe es jedenfalls aufgegeben. Ich muss mich wohl einfach damit abfinden.

        Das mit den Tränen kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Mir kommen bei vielen der Geschichten hier die Tränen, einfach weil es mir exakt genauso oder sehr ähnlich geht. Dieser ewige Kampf mit dem Rationalen, das mir sagt, dass meine Entscheidung richtig und gut war für mich und dem „Gewissen“ oder „Anerzogenen“ Gedanken, dass man seine Kinder nicht „verlässt“. Und der Kampf findet ja nicht nur im Kopf statt, sondern mit so vielen anderen, die sich diese Situation einfach nicht vorstellen können (oder wollen) und dann aber trotzdem ihren vorsintflutlichen, hinterwäldlerischen und eigentlich sinnfreien und nur verletzenden Senf dazugeben müssen. On top kommt dann noch die Kraft, die man für all die Organisation des eigenen Lebens und dem der Kinder aufbringen muss, wo man die eigenen Bedürfnisse meist wieder hinten anstellt, um den Kindern so viel wie möglich geben zu können. Eine unglaublich kräftezehrende Situation, wie ich finde. Und leider ist an so vielem nichts zu ändern und daher kaum eine Aussicht, dass es irgendwann einfacher oder gar enden wird. Eigentlich keine Situation, in der man sein will oder sein sollte… Ich kann an dieser Stelle eigentlich nur allen hier viel Kraft wünschen und euch sagen, dass ihr nicht allein seid! Wir sollten uns gegenseitig unterstützen! Wer Lust auf Austausch hat, kann mir gerne schreiben, meine Emailadresse steht hier im Thread ein wenig weiter oben.

  31. vomwerdenzumsein schreibt:

    Ihr lieben Mit-Mamas,
    ich freue mich sehr, dass ihr alle hier seid und euch miteinander vernetzen wollt. Ich bin ganz stolz darauf, dass ihr hier auf meinem Blog einen Ort dafür gefunden habt. Dennoch möchte ich euch zur Vorsicht raten. Das hier ist ein öffentlicher Raum in diesem Internet. Wenn ihr hier eure Handynummer postet, dann ist diese für jeden, wirklich jeden sichtbar und sie kann über Suchmaschienen gefunden werden. Ggf. ist der Ausstausch über E-Mail, Fb-Messanger usw. sicherer.
    So oder so wünsche ich euch wohlwollende und guttuende Kontakte.
    Alles Liebe
    Tina

  32. kati,Rolli schreibt:

    Hallo liebe Verfasserin, ich kann gut mit dir mitfühlen. dein Text spiegelt sich in,mir wieder. Ich musste vor 2 Jahren auch,so eine schwere Entscheidung treffen. Ich,war ehrlich gesagt auch bisl,überfordert drei,Kinder Job,und Haushalt. Mein damaliger Mann hat nix auf de Reihe,bekomm da hab,ich mich getrennt. Aber wollt das,beste fuer meine kids,wollt sie in,Ihrer gewohnten Umgebung lassen. Bin,auch beruflich,sehr eingebunden. Da war es,nicht wirklich möglich mich um,de,kids zu kümmern. Aber viele,verstehn dass nicht. Rabenmutter war einer der Sprüche die,ich mir anhören,durfte. Die anderen gehn,unter die,Gürtellinie. Dann,haben,sich viel,abgewendet von,mir.

    Auch meine Familie. Aber,das ist jetzt auch nicht mehr zu,ändern. Vesuche trotz,allem ne gute,Mama zu sein. Hab,es schon schwer genug im Leben. Versuch mir ein dickes Fell zuzu,legen. Und nach vorne zu,blicken. Seh,die Kids,so,oft es geht. Ich liebe,sie,sehr aber dass sieht niemand nur die,böse Mama die,ihre Kinder wegegebn,hat .Aber mich hat auch keiner gefragt,damals wie s mir geht und warum . Versuch klar zu komm.

    Ich bin,aber froh dass ich nicht die,einzige,Frau bin,der es so,geht.

    Hab lang überlegt mich,zu öffnen. Aber jetzt,gehts,mir bisl besser.

    Lg katrin

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